Nachtführung im DHL Hub Leipzig

Mitten in der Vorbereitungswoche am 24. August 2011 bot sich uns Lehrern des Fachbereichs Logistik sowie weiteren Interessierten ein ganz besonderer Blick in die Praxis an.  Zu einer eher  ungewöhnlichen  Zeit  trafen wir uns 23.00 Uhr im Leipziger DHL Hub, wo wir das Vergnügen einer nächtlichen Betriebsführung in einem der bedeutendsten Umschlagplätze für Luftfracht der Welt haben sollten.

 

DHL Leipzig ist bereits seit Jahren ein zuverlässiger Ausbildungspartner in der Dualen Berufsausbildung zum Fachlageristen bzw. zur Fachkraft für Lagerlogistik.

Da ausgerechnet an diesem Abend ein heftiges Sommergewitter über dem Großraum Leipzig tobte, schien es erst so, als ob der Flugfeld weitestgehend leer bleiben sollte. Doch dann landeten die ersten DHL-Frachtmaschinen fast minütlich und wir konnten sehen, wie sich das 500.000 qm große Vorfeld allmählich füllte und schließlich mehr als 40 Maschinen kontinuierlich und effizient entladen wurden.

Nachdem wir einen informativen Imagefilm zu sehen bekamen, wurden wir ins „Warehouse“ geführt – eine 48.000 qm große Lagerhalle mit  einer riesigen Sortieranlage, die in einer Nacht bis zu 1.500 t Fracht umschlägt. Eindrucksvoll konnten wir den Weg einer Sendung vom Entladen (Offload) bis zum neu Beladen (Reload) verfolgen. Wir waren überrascht, wie viel Personal hier noch benötigt wird und wie das Be- und Entladen unter permanentem Zeitdruck im Wesentlichen manuell erfolgt.

 

Gleichwohl war es aber auch die moderne Technik, die uns begeisterte. Bereits während des Anfluges auf den Flughafen Leipzig/Halle werden die Ladelisten übermittelt, so dass die Mitarbeiter des Zolls schon vorab jene Pakete digital markieren können, die sie einer Prüfung unterziehen wollen. Venenlagenscanner mittels denen sich das Personal autorisiert Zutritt verschafft,  prüfen – wie der Name es sagt – die individuell einzigartige Lage der Venen im Handgelenk eines Menschen. Sechsseitenscanner erfassen den Barcode eines jeden Pakets auf dem Transportband – egal, wie es darauf liegt.

Nach zwei Stunden, einigen Kilometern Fußmarsch und leicht dröhnenden Ohren von der Sortieranlage waren wir zurück im Meetingraum mit der breiten Fensterfront auf das Vorfeld. Dort konnten wir noch mal in Ruhe und unter fachkundigen Kommentaren die Aktivitäten beobachten.

Als die meisten Kolleginnen und Kollegen dann schließlich am frühen Morgen des 25. August gegen 2.00 Uhr im Bett waren, werden sie wohl froh gewesen sein, dass sie nicht in der Abflugschneiße des Flughafens wohnen, wenn die bis zu 60 Maschinen wieder in den Morgenhimmel und in die Welt aufbrechen.

Stefan Rodegast

 

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Link zur Homepage DHL Hub Leipzig

http://www.dp-dhl.com/de/logistik_populaer/aus_den_unternehmensbereichen/hub_leipzig.html

   

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